TSV Tinnum 66 /
Leichtathletik
Stand: bis 03 / 2009
Syltlauf - Chronik seit 1982
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
1. 14.
03.1982 10
Am Anfang stand die Idee, einmal
von Hörnum nach List zu laufen. Sie hatte es in sich und war der Ursprung des Syltlaufs.
So trafen sich 15 Aktive an jenen 14. März 1982 zum Start um 10 Uhr am Hörnumer
Hafen. Die Strecke verlief damals ab Westerland Nordseeklinik in den Osterweg
nach Wenningstedt und von dort auf dem Radweg neben der L24 durch Kampen bis
zur Vogelkoje nach List. (Einen Radweg durch die Kampener
Dünen auf der alten Inselbahntrasse gab es damals noch nicht.) Nach einem Gruppenlauf
war ab Vogelkoje Kampen Wettkampf verabredet. Es ging nun auf der linken
Straßenseite bis zum Anschluss des Radweges Blidsel nach
List. Mit einem Handschlag am Zielbus, der am Lister Hafen
parkte, siegte Dr. Wolfgang Schmiedeberg. Es folgten auf den Plätzen 2. Berthold
Andreas, 3. Klaus Hansen, 4. Wulf Coldewe, 5. Franz
Beilmann, 6. Charly Schewe, 7. Wolfgang Kaeker, 8. Reiner Hesse, 9. Klaus Schmitz und als 10. erreichte
dann noch Volker Dudek das Ziel am Lister Hafen. Bis auf Wolfgang Kaeker
vom TSV Westerland gehörten alle anderen Teilnehmer zum TSV Tinnum 66 und / oder
waren Angehörige der Marineversorgungsschule List. Eine inoffizielle Zeitnahme
ergab für den Sieger eine Zeit um 3:25 h. Die Strecke war auf 36 km geschätzt
worden. Mit Wind aus SSW 2 war es frisch, aber nicht kalt; leicht diesig und
hin und wieder ließ sich sogar die Sonne sehen. Zur Sieger-Ehrung im Vereinslokal
„Eiche“ in Tinnum erhielten die Teilnehmer eine handgeschriebene Urkunde.
2. 20. 03.1983 25
Nach Fertigstellung des Radweges durch die Dünen nach
List konnte ab 1983 erstmalig die endgültige Streckenführung für den Syltlauf
bestimmt werden. Ziel war nun der Sportplatz der Marineversorgungsschule. Als
Besonderheit sollte - je nach Windrichtung - entweder in Hörnum oder in List
gestartet werden. Diese Information mussten alle Teilnehmer jeweils am frühen
Sonntagmorgen bei den Organisatoren abfragen. Es ergab sich jedoch, daß immer von Hörnum gestartet werden konnte. Sieger wurde
der 16jährige Schüler Klaus Hansen von Tinnum 66 in einer Zeit von 2:22 h - und
weil viele Teilnehmer des 2. Syltlaufs noch heute diesem Sportereignis
verbunden sind, nennen wir auch hier die anderen: 2. Horst Böhm, 3. Wolf
Paarmann, 4. Klaus Wiborg, 5. Franz Beilmann, 6. Dr.
Stephan Theobaldy, 7. Dr. Wolfgang Schmiedeberg, 8.
Leo Wittmeier, 9. Richard Zube, 10. Wulf Coldewe, 11. Charly Schewe, 12.
Dieter Hirsch, 13. Klaus Schmitz, 14. Reiner Hesse, 15. Heinz Zwick, 16.
Wolfgang Kaeker, 17. Thomas Büttner, 18. Heinz
Engelhardt, 19. Werner Rosenkranz, 20. Uwe Gerth, 21.
Dirk Drewes, 22. Hans-Werner Jürgens, 23. Heinz Dambrowsky, 24. Günter Schmitz und 25. Fritz Gerth. Klaus Schmitz wurde bei der Siegerehrung besonders
gewürdigt. Er hatte seinen Wettkampf unterbrochen, um einem Kameraden zu
helfen, der sich übernommen hatte. Dank dieser Hilfe konnte Siegfried Kern
bereits am Abend wieder die Nordseeklinik verlassen. Drei Verpflegungsstände
sorgten für Bananen und Getränke. Die Sylter CB-Funker standen als Helfer zur
Verfügung. Zur Siegerehrung im Soldatenheim List hatte Charly Schewe als gelungene Überraschung eine Sylter-Muschel mit
Datum und Aufschrift des Laufs erstellt. Das Wetter nebelig, SW 2-3, ca. 5
Grad.
3. 11. 03.1984 58
Der 3. Syltlauf, damals hieß er noch
„Sylter-Insellauf“, war bereits so bekannt geworden, dass nun auch Teilnehmer
vom Festland kamen. Mit Ursula Vinzing vom SCN und
Vera Hinz von Spiridon Schleswig waren erstmals auch
Frauen am Start. Als Peter Schnittgard mit einer
ehemaligen Inselbahnglocke das Feld startete, stürmte es aus Ost um 10 mit
heftigen Schnee-treiben. Aufgrund von
Schneeverwehungen und beginnender Vereisung entschied Wettkampfleiter Franz Beilmann
nach Rücksprache mit den CB-Funkern, die damals noch die Streckenüberwachung
sicherstellten, den Lauf nach 17 km am Seenotrestaurant in Westerland zu
beenden. Die Finisher durchliefen ein schnell
aufgestelltes provisorisches Ziel und wurden mit den bereitstehenden Bussen in
den Marineflieger-horst zum Duschen gefahren. Hier
fand auch abends im Offizier-heim die Siegerehrung
statt. Den so auf 17 km verkürzten Lauf gewann Reiner Hagenow (LAV HH-Nord) mit
1:02:36 h. Bei den Frauen siegte Ursula Vinzing mit
1:22:15h. Mannschaftssieger wurde die LAV HH-Nord vor Tinnum 66 und der
Marinefliegerlehrgruppe.
4. 31. 03.1985 61
Bei feucht nebeligen Wetter mit SW 3 - 4 und etwas
Sonne am Nachmittag gingen die Aktiven an den Start. Erstmalig hatten sich
Sylter Kurdirektoren und Amtsleiter in einer VIP-Staffel zusammengeschlossen,
um so den Einzelläufern einmal Paroli bieten zu können. Damit war der
Staffellauf, eine in späteren Jahren beliebte Variante des Mitmachens geboren.
In der 1. Staffel liefen Hörnums Bürgermeister Hübner, die Kurdirektoren Peter Schnittgard (Sylt-Ost); Volker Popp (Wenningstedt), KKpt von Hobe (MVS List),
Sportlehrer Helbig; FKpt Gladziejewski von der Marinefliegerlehrgruppe, Stadtwerkedirektor Dollase und OL
Brinks von den Hörnumer Heeressanitätern. Die Staffel
errang mit einer Zeit von 2:28:02 h den 16. Platz. Sieger wurde Bernd Krull vom SC Rönnau mit 2:04:11
h. Vorjahressiegerin Ursula Vinzing war mit 3:02:58 h
Beste bei den Frauen. Die Vereinswertung gewann Tinnum 66 mit Horst Böhm (3.
Platz und bester Sylter), Richard Zube (9.) und Klaus
Hansen (30.). Einiges aus der Ergebnisliste: Der 4. Platz ging an Rolf Heinbockel / LG Nordheide mit 2:11:22 h. Leo Wittmeier
erreichte Platz 8. und Dr. Stephan Theobaldy den 19.
Platz vor Dieter Hirsch und Heinz Engelhardt. Weitere Plätze: Dr. Wolfgang
Schmiedeberg (33.), Wolfgang Kirsten (40.), Wolfgang Hamann (43.), Siggi Putzke (54.) und Fritz Gerth
(60.). Die Siegerehrung fand im Cafe Frisia statt.
Alle Finisher erhielten eine Anstecknadel „Läufer auf
Inselemblem.“
5. 16.
03.1986 102
Nun unter dem Namen
„Syltlauf“ beim LSV in Kiel angemeldet, war aus dem Sylter Insellauf
mittlerweile ein richtiger Volkslauf geworden, der nun auch im DLV-Volkslaufkalender
bundesweit ausgeschrieben wurde. Es meldeten sich 130 Teilnehmer, überwiegend
aus Schleswig-Holstein und Hamburg; aber auch aus Dänemark, aus dem Fuldatal
und sogar aus Augsburg kam ein Aktiver angereist. Bei Wind um SO 4 und 4 Grad plus
erfolgte der Start. Den Sieg holte für Tinnum 66 Horst Böhm mit neuem
Streckenrekord von 2:01:12 h. Bei den Frauen lief Regina Pottrik
von der BSG Iduna Hamburg mit 2:46:12 h in Rekordzeit am Ziel in List am
Sportplatz der MVS ein. Die Vereinswertung ging an das Marinefliegergeschwader
3, die vor der LG Fuldatal und Tinnum 66 gewann. Für die Staffeln waren damals
noch genau 8 Teilnehmer und feste Wechselmarken vorgeschrieben. Es gewann der
TSV Weeze mit 2:06:01 h auf Gesamtplatz 5. Einen weiteren 1. Platz erhielt der TVU-Uelzen, der mit Anneliese Schumann, Erika Stolte, Antje
Christiansen und Rosemarie Schneider eine erste reine Frauenstaffel stellte und
mit 2:44:49 h einlief. Die Medaille zeigte den Westerländer Sturmbläser auf dem
Inselrelief.
6. 29. 03.1987 211
Der Computer hat den
Syltlauf erobert. Erstmalig 1987 erfolgte die Auswertung nicht mehr per Hand.
Nach Erfahrungen beim Flugplatz-Lauf der
Marinefliegerlehrgruppe hatte Heiner Pasinski aus Hörnum ein Auswerteprogramm
entwickelt und in der MVS - Sporthalle installiert. Nun war es auch nicht mehr
möglich, den Lauf bei starken Nordwinden von List aus zu starten. Nachdem die
Teilnehmer am Sonnabend von einem Orkan aus SW 10 erschreckt wurden, war beim
Start am Sonntag der Wind auf 6 zurückgegangen. Gegen Mittag schien sogar die
Sonne. Vorjahressieger Horst Böhm von „Tinnum 66 „ schaffte dann auch, worauf
alle gewartet hatten. Er lief als erster Syltlaufsieger mit 1:57:43 h
Streckenrekord und blieb damit unter der magischen 2 Stundengrenze. Zweiter
wurde Henner Rüppel, der für die zahlreich
angereisten Sportler der LG Fulda-tal lief, mit
2:00:41 h. Mit 2:26:55 h siegte bei den Frauen Ingeborg Konieczny vom SV Munster. Die Vereinswertung gewann die LG Fuldatal vor
„Tinnum 66“ und dem PSV Lübbecke. Das Westerländer Rathaus war auf der
Syltmedaille abgebildet.
7. 20. 03.1988 370
Gleich 3 Läufer blieben diesmal unter der 2-Stunden
Grenze. Hans-Erich Jungnickel / LAV Husum siegte mit neuen Streckenrekord von
1:53:41 h vor Thomas Eickmann vom PSV Kassel
(1:57:24) und Rainer Krüger / LAV Husum mit 1:58:34 h. Schnellster Sylter war
der für Tinnum 66 startende Rolf Heinbockel mit
2:08:33 h (Gesamtplatz 13 ). Ingeborg Koniec-zny verbesserte ihren Vorjahresrekord bei den Frauen
auf 2:26:48 h. Die Vereinswertung gewann die LAV Husum mit 6:15:41 h vor der LG
Fuldatal und SV Adelby. Tinnum 66 mit Heinbockel, Gesell und Schwarzer erreicht mit 6:49:50 h den
4. Platz. Beste der insgesamt 14 Staffeln wurde der TSV Weeze mit 2:03:00 h.
Die Kurdirektorenstaffel erreichte einen guten Platz im Mittelfeld. Wetter mit
SW 2, diesig bzw. leicht nebelig. Die Sturmhaube in Kampen war auf der
Syltmedaille abgebildet.
8. 19. 03.1989 494
Bei Nieselregen und Wind SW 4 lief erstmals mit der
SG Athletico Büdelsdorf ein Staffelläufer als Erster
ins Ziel (Zeit: 1:53:15 h). Syltlaufsieger 89 wurde mit 1:53:15 h der
Vorjahressieger Hans-Erich Jungnickel
von der LAV Husum. Er verpasste jedoch seinen 88ér Rekord um genau 12 Sekunden.
Die Frauenwertung gewann Renate Heinisch von der LAV
HH-Nord mit neuen Streckenrekord von 2:20:44 h. Bester Verein wurde mit 6:22:19
h wieder die LG Fuldatal. Mit 144 Staffel-läufer in
24 Staffeln wurde in dieser Disziplin eine neue Rekordbeteiligung erreicht.
Nach Protest im Vorjahr hatte das Organisationsteam von Tinnum 66 entschieden,
den Staffeln ihre Strecken und Wechsel selbst bestimmen zu lassen. Ältester
Teilnehmer war Werner Rosenkranz vom TSV Westerland, der in der Klasse M 70 mit
3:37:51 h einlief. Ebenfalls wieder dabei war Fritz Gerth
von Fortuna Rantum, der in AK 60 mit 3:44:52 h den 9. Platz erreichte. In der
Kurdirektorenstaffel liefen: die Frauen Bauerochse und Fachner,
dann Peter Schnittgard und Peter Douven.
Sie wurde durch die Bürgermeister Maurus und Daps verstärkt und erreichte mit 2:52:44 h den 22. Platz.
Schnellster Sylter war Peter Börnsen mit 2:10:03 h und Platz 1 in M 45.
Dorfteich mit Friesenkirche in Wenningstedt waren auf der Syltmedaille
abgebildet.
9. 01. 04.1990 585
Wegen der Kommunalwahl in SH am 25. März fand der
Syltlauf 1990 erstmals im April statt. Bei strahlenden
Sonnenschein waren viele Radfahrer auf der Strecke, zu Behinderungen kam es
aber nicht. Mit neuer Streckenrekordzeit von 1:51:57 h siegte
Schleswig-Holsteins Marathonmeister Arno Eckeberg vom SV Friedrichsort.
Gleichfalls Streckenrekord lief bei den Frauen Petra Sander vom SV Dormagen mit
2:17:01 h. Der TV Rhein-gau stellte mit einer Zeit
von 2:04:27 h die beste Mannschaft. Mit dabei Syltlaufsieger 86/87 Horst Böhm,
der mit 1:57:04 h seine insgesamt beste Zeit auf der Strecke lief und den Platz
7 in der Gesamtwertung erreichte. Es war das schnellste aller bisherigen
Rennen. Vorjahressieger Jungnickel kam mit 1:54:46 auf Platz 3. Bei den Staffeln siegte die BSG-Schleswag-Leicht-athletik. Auf Initiative der
Bädergemeinschaft Sylt fand am Sonnabend erstmalig eine Nudelparty im Kursaal
Westerland statt. Ebenfalls in 1990 nahm der Syltlauf einmalig auch am
Straßenlaufcup SH teil. Sportschuhhersteller „asics“
stellte in der Laufzeitschrift „Spiridon“ den
Syltlauf als einer der 8 schönsten Landschaftsläufe Deutschlands vor und vergab
dafür 2 Wochen Abenteuerurlaub in Kärnten. Die Preise wurden unter den
Teilnehmern verlost. Eine Trachtengruppe der „Sölring
Foriining“ tanzte zur Siegerehrung. Mit 4:08:36 h lief
in AK 65 Fritz Gerth von Fortuna Rantum als 483. und
kurz vor dem Besenwagen ins Ziel. Er hatte - nach eigenem Bekunden - in diesem
Jahr nur hin und wieder ein bisschen trainieren können; aber damit trotzdem den
Syltlauf gemeistert. Mit Startnummer 427 lief ein Toni Löffler ins Ziel. Dieser
Teilnehmer entpuppte sich bei näheren Hinsehen als Mischlingshund „Toni“. Auf der
Syltmedaille war Keitums Dorfkirche „St. Severin“
abgebildet.
10. 17. 03.1991 518
Über 550 Teilnehmer hatten sich zum 10. Syltlauf
angemeldet, darunter 112 Staffelläufer in 20 Staffeln. Erstmalig war das
Kurhaus in List das Ziel. Bei Schiebewind SO 5 und ab Wester-land
mit etwas Sonne kam Vorjahressieger Arno Eckeberg mit 1:52:28 h wieder als
Erster ins Ziel. Syltlaufsieger 83 Klaus Hansen von Tinnum 66 wurde mit 2:06:43
h bester Insulaner. Die Frauenwertung gewann Martina Doczekala
von Spiridon Schleswig mit 2:31:26 h. Der SV Friedrichsort siegte mit 6:19:16 h in der Vereinswertung.
Beste Staffel stellte die LG Pöcking-Söcking aus dem
Raum München. Der Schlußläufer dieser Staffel lief
mit 1:25 Minuten Abstand auf den Sieger als zweiter Gesamtteilnehmer ins Ziel.
Die Kopie eines begeisterten Berichtes dieser jungen Läufer im Starnberger
Merkur, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön erreichte den Verein ein paar
Tage später. Wolfgang Kaeker vom TSV Westerland und
Wulf Coldewe von der MVS erhielten für ihre 10malige
Teilnahme einen Ehrenteller. Die alte Landvogtei in Tinnum war auf der
Syltmedaille abgebildet. Die Leichtathletik-abteilung
erfüllte damit auch posthum einen Wunsch des verstorbenen 1. Vorsitzenden und
Vereinsgründers des TSV Tinnum 66 Alfred Domrös.
11. 15. 03.1992 702
Zum zweitenmal nach 1984 schlug
der nordfriesische Meeresgott Ekke Nekkepenn zu und schickte Schnee- und
Orkanböen um 11 aus westlichen Richtungen. Die Strecke war verschneit und als
sich das Wetter bis zum Start nicht besserte, entschied Wettkampfleiter Franz
Beilmann nach Rücksprache mit den Ordnungskräften, den Lauf um 13,5 km zu
verkürzen und in Westerland vom Parkplatz Oase zur Sonne zu starten. Die
Aktiven stiegen wieder in die bereitstehenden Busse. Um 11 Uhr schickte dann
Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber mit einem Startschuss das Feld auf die
nun 19,8 km lange Strecke nach List. Gegen Mittag hellte der Himmel dann doch
noch etwas auf und sogar einige Sonnenstrahlen lugten hervor, als Arno Eckeberg
wieder als Erster am Kurhaus einlief. Er gewann seinen Hattrick diesmal mit
einer Zeit von 1:09:51 h auf der verkürzten Strecke und erhielt dafür während
der Siegerehrung ein Fahrrad überreicht. Staffelsieger auf Gesamtplatz 4 wurde Atletico Büdelsdorf. Von den 32 gemeldeten Staffeln
erreichten 3 Staffeln nicht das Ziel. Katjana Quest-Altrogge
von der TG Lage siegte in 1:24:51h. Die Mannschaftswertung gewann SV Friedrichsort vor Tinnum 66 mit Peter Börnsen (bester
Sylter), Rolf Heinbockel und Klaus Hansen. Eine
Teilnehmerin musste nachträglich aus der Ergebnisliste gestrichen werden, als
sich herausstellte, dass ihre Zeit als Gesamtsiegerin von einem Mann gelaufen
worden war. Rosemarie Mosca vom TSV Tarp wurde für
ihre 10malige Teilnahme geehrt. Als größte teilnehmende Mannschaft erhielt der
TVU Uelzen einen Ehrenteller für seine Kinderstaffel. Der Alte Gasthof in List
war auf der Syltmedaille abgebildet.
12. 21. 03.1993 696
Endlich klappte einmal alles. Der 12. Syltlauf
verlief ohne nennenswerten Besonderheiten. Mit einem
mäßigen Schiebewind aus WSW lief Werner van Dongen
vom TSV Weeze mit 1:58:03 h als Erster ins Ziel. Vorjahressieger Arno Eckeberg
kam auf Platz 12, nachdem er eine Woche zuvor den Husumer Marathon für sich
entscheiden konnte. Ursula Leffler (Klasse W 50!) vom MTV Egestorf siegte mit
2:28:09 h. In 31 Staffeln waren 168
Läufer beteiligt. Die beste Staffel stellte wieder Atletico
Büdelsdorf. Die Kurdirektoren liefen u.a. mit
Bürgermeisterin Petra Reiber, Leo Wittmeier, Peter Douven
und Schnittgard. Das Sportjournal Laufzeit hatte den
Syltlauf in einer Umfrageaktion unter die 10 besten Läufe in der Klasse bis
1000 Teilnehmer ermittelt. Schnellster Läufer des TSV Tinnum 66 war wieder Rolf
Heinbockel (2:10:29, Platz 14 und Sieger in M 50).
Die Vereinswertung gewann der TSV Weeze mit 6:15:56 h. Wie in den Vorjahren
begrüßte Charly Schewe die Aktiven im Ziel mit Musik
und lieferte Informationen für die zahlreichen Zuschauer. SPAR-SYLT hatte die
Nudelparty gesponsert und schickte mit Bahne Christiansen auch einen ihrer SPAR-Kauf-leute auf die Strecke (Gesamtplatz 387 mit
2:59:14 h). Der Hörnumer Leuchtturm war auf der Syltmedaille abgebildet.
13. 13. 03.1994 908
Mit einem Rekordmeldeergebnis von über 1000 Teilnehmer startete in diesem Jahr der große Run auf Sylt,
davon allen 342 Teilnehmer, die in 50 Staffeln starteten. Auf die Aktiven
wartete diesmal eine harten Probe, denn am Start
stürmte es aus WSW in Spitzen bis Stärke 9 mit heftigen Hagel- und
Regenschauern. Erfreulich war jedoch, dass der Wind die Aktiven vor sich her
schob und so konnte Markus Rudolph (TUS Hinte) mit
einer Zeit von 1:58:42 h den Lauf für sich entscheiden. Bei den Frauen war
Annette Neinhues - Janssen vom TSV Weeze mit 2:19:47
h vorn. Bester Verein war der SV Werder Bremen mit 6:37:57 h. Mit 2:01:55 h
stellte der TVU Uelzen die schnellste Staffel. In der Kurdirektorenstaffel
liefen u.a. die Bürgermeister /-in Petra Reiber
(Westerland), Leo Wittmeier (List), Wolfgang Daps
(Kampen), Heinz Maurus (Sylt-Ost) und die
Kurdirektoren Peter Douven, Peter Schnittgard
und Stefan Eberhardt aus Kampen. Daneben hatten sich weitere Sylter Staffeln am
Rennen beteiligt. So erreichten die Sportfreunde List den 4. Platz, gefolgt von
Sport Matzen (5.), den VUI Judo Kids (8.), TV Keitum Wasserball (9.), Hotel
Stadt Hamburg (11.), Rote JAW-Blitze Hörnum (12.), Marinefliegerlehrgruppe
(17.), Tinnum 66 Peanats-Kids (23.), die Polizei Sylt
(24.) und die Sylter Deerns auf Platz 38. Bester Sylter wurde Dirk Henningsen von Tinnum 66 mit 2:04:32 h auf Gesamtplatz 8. Zum zweite Male war am Sonnabend ein Läufergottesdienst in
der kerzenerleuchteten alten Dorfkirche St. Niels.
Pastor Stemper und Charly Schewe
gestalteten die Besinnungsstunde, untermalt von KMD Padel
an der Orgel. Nach nur 22 Besuchern im Vorjahr war in diesem Jahr die Kirche
gut besucht. Im Anschluss an die Andacht erhielt Pastor Stemper
als Erster die Syltmedaille überreicht, auf der in diesem Jahr „St. Niels“
abgebildet war. Ein Fernsehteam von SAT 1 berichtete in einen kurzen Ausschnitt
von der Veranstaltung. Rolf Heinbockel, von Tinnum 66
zum „Leichtathlet des Jahres“ gewählt, hatte für alle Syltläufer einen
Laufaufkleber gestiftet.
14. 19.
03.1995 896
Der Syltlauf war in diesem Jahr erstmalig unter die
TOP-TEN der deutschen Volksläufe gewählt worden. Bei wechselnden seitlichen bis
Gegenwinden aus WNW in Stärke um 5 waren die Streckenrekorde nicht gefährdet.
Bis kurz vor Klappholtal bei km 27 führte Jörn Böhle vom TSV Klausdorf. Danach setzte sich Ronald Strütt von der LG Niendorf an die
Spitze und lief mit 2:01:26 h auch als Erster am Kurhaus in List ein. Siegerin
Ute Bergeest vom Harburger TB verfehlte mit 2:17:03 h
den Streckenrekord um genau 2 Sekunden. Bester Sylter wurde Carsten Wartenberg
mit 2:16:48 h. Die LG - Niendorf stellte den
Mannschaftssieger; bei den Staffeln hatte wieder der TVU Uelzen die Nase vorn.
Viele Zuschauer an der Strecke spendeten den Aktiven Applaus. Grosse Bestürzung
herrschte unter allen Aktiven, als den Veranstalter zur Siegerehrung eine
Absage des friesische Meeresgott Ekke Nekkepenn erreichte. In allerletzter Not
gelang es dann aber, seine Ehefau, Ihre Holdseligkeit
Meeresgöttin Raan aus Rantum für die Preisverteilung
zu gewinnen. In einer erstmalig erstellten statistischen Erfassung der
Teilnehmer war zu lesen, das mit 386 Meldungen die
meisten Teilnehmer aus Schleswig-Holstein (37,7%) kamen. Gefolgt von Hamburg
(14,9%), Niedersachsen (14,8%), Nordrhein-Westfalen (12,3%). Berlin hatte 52
Teilnehmer und die anderen Bundesländer folgten mit Abstand. Das
Sylter-Welle-Emblem zierte die Syltlauf-Medaille.
15. 17. 03.1996 819
Bei ONO in Stärke bis 6 und 3 Grad plus startete das
Teilnehmerfeld in Hörnum. Das war zum erstenmal
„Gegenwind von Anfang an“. Um so mehr erstaunte es die
Veranstalter, dass nach alle Teilnehmer deutlich unter der erforderlichen 4
Stundenmarke das Ziel erreicht hatten. Ein extrem harter und langer Winter
hatte die Trainings-vorbereitungen der Aktiven bis Anfang März stark behindert.
So waren auf der Syltlaufstrecke noch ab Wenningstedt einige Eisfelder zu
überwinden. Diese waren jedoch gut passierbar, so dass sie keine nennenswerten
Hindernisse darstellten. Bedingt durch die Witterungsverhältnis-se
blieb auch in diesem Jahr kein Teilnehmer unter der 2-Stunden-Marke. Vorjahreszweiter Jörn Böhle lief
diesmal mit 2:04:39 h als Sieger in List ein. Dirk Henningsen
von Tinnum 66 steigerte seine Leistung und wurde mit 2:07:08 Zweiter und bester
Sylter. Dank seiner Leistung konnte Tinnum 66 den 3. Platz in der
Mannschaftswertung erreichen. Bester in der Klasse M 50 wurde Rolf Heinbockel mit 2:23:34 h. Die Frauenwertung gewann Angelika
Dreock vom SCDHFK Leipzig mit 2:29:27 h. Wieder unter
die TOP-TEN gewählt, war der Lauf bereits Ende Januar „ausgebucht“ und es
mussten Absagen gegeben werden. Seitens des veranstaltenden TSV Tinnum 66 war
man sich einig, die Veranstaltung in einen überschaubaren Rahmen auf rund 1000
Teilnehmer zu beschränken. So könne der von den Aktiven wohltuend empfundene
familiäre Charakter der Veranstaltung erhalten bleiben und auch die
ehrenamtlichen Helfer werden nicht überfordert. Die Syltmedaille zierte diesmal
das Rote Kliff in Kampen. Eine sehr schöne Meditation von Pastor Pittkowski erfreute die zahlreichen Besucher des
Läufergottesdienstes in St. Niels, wo Charly Schewe
vom schweren Schicksalsschlag eines Tinnumer Läufers berichtete, der vom Gelähmtsein nur durch die Kraft seines Willens zum Laufen
fand und mit dem erfolgreichen Syltlauf sein Schicksal gemeistert hatte. Der
Westerländer Kursaal war zur Siegerehrung bis unter das Dach besetzt. Die
Organisatoren waren sich einig, nun hatte auch endlich die Insel ihren Lauf
voll angenommen.
16. 16. 03.1997 993
So ideale Wetterbedingungen mit Windstille und 5 Grad
plus, dazu noch etwas Sonne hatte es in der ganzen 16jährigen Geschichte des
Syltlaufs noch nie gegeben. Verdutzt rieben sich selbst „altgediente
Syltlaufhasen“ die Augen. Das ist atypisch für dieses, auch als Härtetest in
ganz Deutschland bekanntes Rennen. Dank neuer Sponsoren konnte am Sonnabend
auch wieder die Nudelparty im Kursaal stattfinden. Der Läufergottes-dienst
und die Siegerehrung wurde umrahmt durch eine
Gesangsdarbietung des Vokalensembles „More than words“ aus Lübeck. Erster im
Ziel war wieder Jörn Böhle mit 2:00:30 h. Vor ihm
waren diesmal sogar 2 Staffeln. Mit einer Zeit von 1:49:45 h lief die Staffel
Weezer-Allerlei vor der Staffel 1 des TVU Uelzen ein. Schnellste Frau war die
Dänin Anita Stoevring mit 2:19:05 h. Dritte wurde
Vorjahressiegerin Angelika Dreock nach Dr. Beate Kauke (beide vom SC DHFK Leipzig). Bester Sylter wurde Lars
Uter von Tinnum 66, der mit 2:18:53 h einen 4. Platz
in der Hauptklasse und den 39. Platz in der Gesamt-wertung
erzielte. Maret Kruse war mit 2:45:48 h (Platz 4 in W 30) beste Teilnehmerin
von Tinnum 66. Mit einem neuen Teilnehmerrekord, den TOP-TEN-Preis
der Laufzeit-Leser, einer großen Umfrageaktion und der Siegerehrung durch die
Kreispräsidentin Renate Schnack war es - nach dem Urteil vieler Teilnehmer -
wieder eine gelungene Veranstaltung. Als Novum startete zur Siegerehrung Franz
Beilmann erstmalig eine „Syltrakete“. Meeresgöttin Raan
hatte sich auf der Syltmedaille verewigt.
17. 15.03.1998 1022
Trockenes Wetter, WNW bei 5 bei 8 Grad. Ekke
Nekkepenn hatte es sich diesmal nicht nehmen lassen, persönlich auf der
Syltmedaille ´98 zu erscheinen - und so war auch das Wetter
langläuferfreundlich, wenn auch mit einigen leichten Gegen-passagen
in Stärken bis 4. Für den laufenden Zahnarzt Dr. Jörn Böhle
ideales Wetter und so gelang, nach Arno Eckeberg 1992, einem Syltläufer zum zweitenmal der Hattrick: nämlich dreimal in Folge den
Syltlauf zu gewinnen. Mit einer Zeit von 2:01:48 blieb auch dieser Lauf
deutlich über der 2-Stunden Marke. Bei den Frauen siegte mit 2:21:59 h Gabi
Reiners (W 30) von den Lübbecker Berglöwen. Beste Staffel waren die Uelzener
Rennmäuse. Erstmalig war der Startbereich Hörnum für alle Privatfahrzeuge
gesperrt, so dass die Teilnehmer die ersten 2 km auf der Straße laufen konnten.
Die Sylter Rundschau veröffent-lichte am Montag die
Ergebnisliste und sorgte für den Urkundenversand. Zur Siegerehrung gab es für
Insulaner und für Kinderstaffeln Extrapokale. Bereits im Dezember 97 waren alle
Startnummern für den Syltlauf ´98 restlos vergriffen.
18. 14.03.1999 1060
Mit über 1100 Anmeldungen ( davon 770 Einzelläufer ) hatte
der Verein alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um möglichst vielen eine Teilnahme
zu ermöglichen. Als zusätzlicher Service
konnte die Sportler diesmal mit ihrer Startnummer bis zum Montag
kostenlos alle Sylter Busse benutzen. Zum Gottesdienst in der voll besetzten
Dorfkirche St. Niels sang die Kantorei St. Nikolai u.a.
den Psalm 100. Manfred Degen, der bekannte Sylt - Satiriker, erfreute die
Aktiven zur Nudelparty mit einigen gekonnten Bonmots, während Quedi´s Disco die Pausen zwischen den Ansagen mit einigen
flotten Melodien auflockerte. Bei angenehmen 6 Grad und leichten Schiebewind
aus SO um 2-3 konnte unter idealen Bedingungen gelaufen werden. Es siegte Ralf
Heuss von der BSG Hamburg-Mannheimer mit 1:58:10 h vor dem Seriensieger der
Jahre 96 bis 98 Dr. Jörn Böhle, der mit 1:59:29 h
auch noch unter 2 Stunden lief. Als allererster Läufer kam jedoch ein
Teilnehmer der Uelzener Staffel „Rennmäuse“ ins Ziel. Leider hatte sich bei den
Staffeln die Unsitte eingeschlichen, dass in immer kürzeren Abständen mehrfach
gewechselt wurde. Schnellste Frau war die Vorjahres-Siegerin Gabi Reiners von
den Lübbecker Berglöwen mit 2:19:53 h. Auf der Syltlaufmedaille war diesmal der
Denghoog in Wenningstedt ( ein historisches Hünengrab
aus der Vorgeschichte ) abgebildet. Die Veranstaltung war bereits am 22.
November ausgebucht und zahlreiche Anmeldewünsche mussten auf das nächste Jahr
vertröstet werden. Wieder war am Montag die komplette Ergebnisliste in der
Sylter Rundschau und im Internet veröffentlicht.
19. 19.03.2000 1086
Strahlend blauer Himmel bei leichten Gegenwind NO um
2 und Temperaturen um 8 Grad waren idealen Voraussetzungen für einen Syltlauf
bei Frühlingstemperaturen. Streckenänderungen gab es
nach km 14 in Westerland, wo nun über
den Camping-Parkplatz zum Stranddistelweg - und weiter, entlang dem Syltstadion
zum Schützenplatz gelaufen wurde. Da in List mit den Abriss des Kurhauses
gerechnet wurde, entschloss sich das Organisationsteam kurzfristig, das Ziel
zur Grundschule zu verlegen. Von der
Marine-versorgungsschule konnte die Mehrzweckhalle für das Umkleiden genutzt
und auf dem Exerzierplatz geparkt
werden. Die Teilnehmer lobten diese Änderung als „ein Zielbereich der kurzen
Wege“. Das schöne Wetter lockte viele Zuschauer an die Strecke. Leider gab es bei den Staffeln eine
Disqualifikation, da der einlaufende Staffelläufer der Bremer Hurricane ( ehemals Uelzener Rennmäuse ) den Endläufer
überlaufen hatte. So wurde die an 2. Stelle placierte Staffel von Sport-Matzen
Staffelsieger. Wie man im Nachhinein hörte, soll diese Staffel, nach all den
Jahren der Teilnahme, ihren ersten Sieg entsprechend „feucht“ gefeiert haben
soll. Bei den Herren war bis Kampen der für Tinnum 66 laufende Dirk Henningsen in Führung. Leider konnte er den Sieg nicht
erringen, da Vorjahressieger Ralf Heuss in den Lister
Dünen seine ganze Spurtstärke ausspielte und mit 1:59:28 h Syltlaufsieger 2000
wurde. Dirk konnte dann aber noch den 3. Platz für sich verbuchen. Bei den
Frauen gab es eine Überraschung, als Anita Carstensen von der LG Niebüll
zehntelsekundengenau mit 2:17:01 h den 10-Jahre alten Streckenrekord der Frauen
einstellte und dafür bei der Siegerehrung eine kleine Insel in Gold erhielt.
Bester Verein war der TSV Weeze. Zur Medaille mit dem Syltlauf Emblem erhielten
alle Aktiven diesmal erstmalig eine Dose Echter Sylter Brisen – Klömbje mit Syltlauf Emblem. Über 50 Teilnehmer meldeten
sich bereits während der Nudelparty spontan für den 20. Syltlauf 2001 an. Die weitesten Weg hatte Peter Löffler, ein alter
Syltlauf-Fan, der von Kapstadt extra zum Syltlauf angereist war.
20. 18.03.2001 1074
Nachdem der Vorjahreslauf die Teilnehmer mit
reichlich Sonne verwöhnt hatte, zeigte es sich zum 20. Jubiläumslauf mal
wieder, dass der echte „Syltläufer“ mit allen rechnen muss. Ein eiskalter Wind
aus NO in Stärken um 6 blies den Teilnehmern die Röte ins Gesicht, als
Bürgermeister Müller in Hörnum um Punkt 10 Uhr das Feld startete. Durchmischt
mit Schnee hatten die Teilnehmer diesmal sogar auf den letzten 6 Kilometern den
Wind direkt von vorn. Kein Wunder, dass bei diesen
Wetter kein Teilnehmer unter der magischen 2 Stunden Marke blieb und die
Streckenrekorde nicht in Gefahr gerieten. Doch Ralf Heuss schaffte es, den 3.
Hattrick in der Geschichte des Laufs. Er siegte mit 2:03:42 h. Er gab nach dem
Lauf zu Protokoll, dass dieser Wettkampf für ihn der härteste seiner bisherigen
Lauf-karriere war. Als Zweiter lief Volker Sturm mit
2:04:28 vor dem Ratekauer Dirk Schumann ins Ziel. Bei den Frauen siegte
ebenfalls die Vorjahresmeisterin Anita Carstensen von der LG Niebüll mit
2:25:04 h. Ihr folgten Jutta Glöde, Lufthansa vor
Verena Becker vom THW Kiel. Die Staffeln hatten erstmalig unter neuen Modus zu laufen. Um den
Breitensportgedanken dieser Mitmachvariante insbesondere für Jugendliche und Lauf-änfänger nicht zu gefährden, hatte das
Organisationsteam entschieden, Mehrfachstarts der Staffelteilnehmer zu
untersagen. Staffelsieger unter diesen neuen Bedingungen wurde der MC Cappenburg mit 2:27:50 h vor der Sylter Staffel vom
Autohaus Nielsen, die 2:29:56 h erreichte. Eine Disqualifikation gab es bei der
Vereinswertung, als die Organisatoren im Nachhinein feststellten, dass die für
die Betriebssportgruppe HM laufenden Teilnehmer zum Teil für diese
Betriebssportgruppe nicht startberechtigt waren. Sie mussten ihren Siegerpokal
an den Post SV Hannover abtreten. Viel Zustimmung erhielt der Verein wieder mit
seinen Rahmenprogramm. Zur Nudelparty, moderiert von
Sönke Nielsen, traten Jugendliche der Sylter Schulen als kleine Artisten für
ihren Zirkus Confetti auf. Am Sonntag erfreute die
Jugendtrachtengruppe der Sölring
Foriing mit einer gekonnten Aufführung die Aktiven.
Die steigende Beliebtheit der Veranstaltung zeigte auch, dass sich bereits zur
Nudelparty rund 100 Teilnehmer gleich für den 2002er Lauf anmeldeten. Die
Syltmedaille zeigte das Wappen Nordfrieslands. Kreispräsident Helmut Wree, der auch die Schirmherrschaft übernommen hatte, lies
es sich nicht nehmen, wieder persönlich die Sieger auszuzeichnen.
21. 17.03.2002 1122
Unter Rekordbeteiligung von 882 Einzelstartern und
vielen Staffelläufer startete Kurdirektorin Ilka Bauerochse Punkt 10 Uhr die
größte Laufveranstaltung des Kreises Nordfriesland. Bei einer Temperatur knapp
über den Gefrierpunkt und einem mäßigen Südostwind setzte sich gleich der
3fache Syltlaufsieger und Landesmeister Ralf Heuss an die Spitze und lieferte
sich mit den für den veranstaltenden TSV Tinnum 66 laufenden Dirk Henningsen ein packendes Duell. Mit 1:58:35 h und als
einziger Läufer unter der magischen 2 Stunden-Grenze lief Heuss als 4facher
Gewinner in List ins Ziel. Syltlaufsiegerin 2002 wurde Verena Becker vom THW
Kiel mit 2:20:46 h, die für die durch Verletzung verhinderte Vorjahressiegerin Anita Carstensen gestartet
war. Die beste Vereinsmannschaft stellte der MTV Heide und die Niederrhein
Staffel siegte im Staffelwettbewerb. Neben Dirk Henningsen
siegte in der Vereins-Wertung für den TSV Tinnum 66 bei den Frauen Katrin
Heinrich mit 3:01:52 h. Der Schirmherr des Syltlaufs, Kreispräsident Helmut Wree, eröffnete die Siegerehrung wieder traditionsgemäß in
Plattdeutsch. Danach sprach Wolfgang Delffs,
Präsident des Leichtathletikverbandes Schleswig-Holstein, unter anderen auch
über die Bedeutung des Breitensports in Schleswig-Holstein. Als Novum vergab
Organisator Franz Beilmann während der Siegerehrung erstmalig einen Fair-Play-Kanne als Preis für das sportlich
vorbildliche Verhalten von Sportfreund Edelfried
Litzmann vom MTV Heide beim Syltlauf 2001. Anschließend gab es dann noch viel
Beifall für die Tanzgruppe des TV Keitum, die im Rahmenprogramm unter der
Leitung von Sandra Andresen die Anwesenden mit einen fetzigen Chan-Chan
begeisterte. Das alte nordfriesische Wappen mit halben Adler, Krone und Grütztopf war auf der Syltmedaille 2002 abgebildet.
22. 09.03.2003 1081
Schleswig-Holsteins „Kultlauf“ war wieder einmal mehr
sehr gefragt. Bereits Ende Juli waren alle verfügbaren Startnummern vergriffen.
Mit über 1100 Teilnehmern in Rekordbesetzung startete Bürgermeister Müller um
10 Uhr in Hörnum wieder das Feld. Die Wetterbedingungen, bedeckt, leichter
Südwest-Schiebewind bei um 6 Grad, waren nicht ungünstig. Gleich nach dem Start
setzte sich der 4 fache Seriengewinner Ralf Heuss von der LG Wedel-Pinneberg an
die Spitze, hatte diesmal aber in den Lister Dünen
das Nachsehen und wurde mit 2:00:11 h Zweiter. Als einziger Teilnehmer unter der magischen 2 Stundengrenze blieb Jeppe
Farsöht aus Dänemark und wurde Syltlaufsieger 2003.
Auf Platz 3 kam Frank Themsen von der
LG Bremen-Nord. Bei den Frauen konnte Anita Carstensen von der LG
Niebüll ihren 2001 Sieg wiederholen. Sie schrammte mit 2:17:18 nur 17 Sekunden
an ihren eigenen Rekord aus dem Jahre 2000 vorbei. Platz 2 belegte die lange
führende Anke Kemmerer aus Lübbecke mit 2:18:34 vor
Sabine Willberg mit 2:26:22 h auf Platz 3. Bei den Staffeln siegte Sport-Matzen
und die Vereinswertung ging an die LG Hotzenplotz.
Die erstmalig eingesetzte Ziel-Zeiterfassung per Champion-Chip sorgte für einen
schnellen Ausdruck der Ergebnislisten und Urkunden. Erstmalig war für
ausländische Läufer eine begrenzte Anzahl an Startnummern reserviert worden. So
konnten die Veranstalter dann auch diesmal gleich 24 dänische Teilnehmer aus
dem benachbarten Königreich begrüßen, darunter auch den Sieger. Organisator
Franz Beilmann erhielt für sein Engagement die Kampener
Silbermedaille. Die Syltmedaille zierte diesmal das „Nationalpark Wattenmeer
mit Seehund“.
23. 21.03.2004 1038
Sylt. Sturmtief „Oralie“
mit Spitzengeschwindigkeiten von 120 km/h verlieh Syltläufern Flügel. Hatten
noch am Sonnabend zur traditionellen Nudelparty im Westerländer Kursaal heftige
Regenböen den Aktiven zu denken gegeben, war dann am Sonntagmorgen zum Start
der Himmel nur leicht bedeckt, teilweise blinzelte sogar die Sonne hervor. Ein
kräftiger Süd-West Wind um 8 gab dann genau den nötigen Schub auf die 33,333 m
lange Strecke über die ganze Insel bis zum Ziel in List. Gleich vom Start an
lies der dänische Marathonmeister Jens Henrik Jensen vom „Haering
Running Club“ kein Zweifel an seinen Siegerwillen
aufkommen und stürmte dem Feld in einem atemberaubenden Tempo davon. Zur
Streckenmitte auf der Kurpromenade in Westerland lag er bereits 500 m vor dem
spätern Gesamtzweiten Ralph Koritz
von der SG Adelsberg. Cheforganisator Franz Beilmann traute seinen Augen nicht,
als Jens im Ziel mit 1:51:51 h den 14 Jahre alten Streckenrekord aufgestellt
vom Landesmeister Arno Eckeberg aus dem Jahr 1990 um ganze 6 Sekunden unterbot.
Dann folgte die nächste Überraschung in der Frauenwertung: Anke Kemmener von den Lübbecker Berglöwen / NRW siegte mit
2:11:57 h und pulverisierte geradezu den bisherigen Frauenrekord ( 2:17:01h ). Zweite bei den Frauen wurde Julia Bethge mit 2:26:49 h von der LG-HNF vor Lilo Hellenbrand,
2:28:52 h vom DJK Gillrath. Gesamtzweiter
Ralph Koritz
blieb auch noch mit 1:57:01 h unter der magischen 2-Stunden Marke. Dritter
wurde Volker Sturm mit 2:04:17 h von der LG Hammer Park. Die Mann-schaftswertung bei den Frauen gewannen die Lübbecker
Berglöwen und bei den Männern die Uni Greifswald. Die Staffelwertung ging an
die Hurrikans II. Das in vielen
stürmischen Syltläufen erprobte Team von „Tinnum 66“ hatte auch diesen Lauf
organisatorisch voll im Griff und trotzte dem Witterungsunbill. Lediglich ein
Zelt im Ziel wurde nach dem Aufbau am Freitag so zerfetzt, dass es nicht
benutzt werden konnte. Alle Finisher erhielten die
Sylter Jahresmedaille, auf der in diesem Jahr das Waffen
der Stadt Westerland mit Leuchtturm und Hering abgebildet war.
24. 20.03.2005 1056
Herrlicher Sonnenschein ließ selbst
„Silberrückenmänner“, ( Syltläufer mit 15 und mehr Teilnahmen ) verdutzt die
Augen reiben. Solch ein atypisches Syltlaufwetter hatten nur noch einige vom 9.
Syltlauf am 1. April 1990 in Erinnerung. Eine Temperatur, sonnig mit um 2 Grad
plus bei mäßigem Ostwind. Da hatten sich viele Teilnehmer erfahrungsgemäß zu
warm angezogen mit dem Nachteil, dass 6 Teilnehmer bei den ansteigenden
Temperaturen in der Sylter Dünenwelt ihren Flüssigkeitsverlust nicht
rechtzeitig ausglichen und vom DRK Sylt behandelt werden mussten;
erfreulicherweise ohne dass eine Nachbehandlung erforderlich wurde. Eine
weitere Tatsache macht den Veranstaltern von Volksläufen in den letzten Jahren
zunehmend zu schaffen. Es melden sich nimmer mehr schlecht und gar nicht
trainierte Fun - Sportler zu Langstreckenläufen an.
Zum Syltlauf gilt seit Anbeginn ein Zeitlimit von 4 Stunden. Damit hatte der
Verein in all den Jahren keine Probleme. Das zeigte auch diesmal wieder ein gut
trainierter Seniorenläufer in der Klasse M 75 ( d.h. Alter 75 bis 79 Jahre ),
der dieses Zeitlimit locker unterbot. Sieger wurde der Frank Themsen mit 2:02:53 h. Nach bislang einen zweiten und zwei
dritte Plätze freute sich der Läufer von der LG Bremen Nord mit den
Veranstaltern über seinen Sieg und gestand, dass auch Glück dazu gehört, hier
zu gewinnen. Wäre der Vorjahressieger Jens Henrik Jensen mitgelaufen, hätte ich
keine Chance gehabt, so Frank Themsen bei der
Siegerehrung. Bei den Frauen erhielt Vorjahressiegerin Anke Kemmener
von den Lübbecker Berglöwen als schnellste Frau für eine weitere Verbesserung des Streckenrekords um 48 Sek.
auf nun 2:11:09 h wieder eine kleine Insel in Gold. Doch der Syltlauf wäre
nicht die große Gemeinschaftsveranstaltung, wären da nicht die gemeldeten 56
Staffeln, an denen viele Sylter teilnehmen. Hier siegte die Staffel von
„Schneewittchen und die 7 Zwerge“, die noch vor dem Einzelsieger einlief. Mit
dabei auch der mehrfache Syltlaufsieger Ralf Heuss. Aus dem Zielwagen heraus
kamen dann auch wieder die ersten Glück-wünsche vom
Sprecher Charly Schewe an alle einlaufenden Teilnehmer.
In der Männer-Mannschaftswertung hatten die Lübbecker Berglöwen wieder die Nase
vorn, während bei den Frauen der TSV Glückburg 09 siegreich war. Die
Syltmedaille zeigte in diesem Jahr die sogenannte
„Syltrose“.
25. 19.03.2006 1152
Der 25 sollte der letzte Syltlauf werden. Mit
dieser Jubiläums-Veranstaltung wollte der Verein diese Veranstaltungsserie
beschließen. Mit dem „Aus“ für die Marineversorgungsschule in List fehlten dem
Verein Dusch- und Umkleidemöglichkeiten. Außerdem hatten entscheidende Helfer
der 1. Stunde ihr Aufhören angekündigt. Für Richard Zube,
Charly Schewe, Leo Wittmeier, Wolfgang Kirsten, die
mit ihren Frauen in all den Jahren bei Wind und Wetter die Veranstaltung
gestalteten, gab es im Verein keinen Nachwuchs und so blieb dem
Organisations-Team nichts anderes übrig, als das Ende der Veranstaltungsserie
„Syltlauf“ bekannt zu geben. Der Ansturm auf diese letzte und 25.
Jubiläumsveranstaltung war überwältigend. Bereits Anfang Mai 2005 waren alle
Startnummern vergeben. Mit über 1300 angemeldeten Startern hatte der Verein
alle Möglichkeiten ausgeschöpft, um möglichst vielen Sportfreunden noch eine
Teilnahme zu ermöglichen. Vorbereitet war ein buntes Programm. Bereits am
Sonnabend zur Nudelparty spielte mit den „Alten Kameraden“ eine extra aus dem
Münsterland angereiste Blaskapelle. Dazu Information und Auftritten von
Tanz-Gymnastik Gruppen aus Sylt Oster Vereinen. Zum Läufer Gottesdienst um 20
Uhr in der kerzenerhellten alten Dorfkirche St. Niels
in Westerland blieb kaum ein Platz frei und auch der Sonntagmorgen begann viel
versprechend mit Sonnenschein und einer leicht frische NW Brise bei
Temperaturen bei 6 Grad. Zum „25.sten“ hatten alle Sieger und Siegerinnen der
vorangegangenen Läufe, sowie die Finisher der ersten
beiden Veranstaltungen eine Einladung erhalten. Einige meldeten sich, so unter
anderen der Seriensieger 1999 – 2002 Ralf Heuss, der für den HSV startete. Er
wollte es dann auch noch einmal wissen
und lief von Anfang an auf Sieg. Seine Zeit mit 2:04:49 h lag deutlich über der
sonst üblichen 2 Stunden Marke. Zu berücksichtigen war dabei, dass der später
auf Nord drehende leicht böige Seitenwind den Aktiven doch zu schaffen machte.
Das zeigte sich auch bei den Frauen, wo die Mindenerin Silke Rösener ( Moorläufer ) mit 2:22:53 h als erste Frau in List durchs
Ziel lief. Bei den Staffeln siegten die Hurrikans aus Uelzen. Als eine
besondere Leistung wertete der Veranstalter den wiederholte
3. Platz für eine Staffel der Fachklinik „Die Fähre“ aus Essen. Diese
Suchthilfeeinrichtung praktiziert erfolgreich mit einem Lauftraining und kommt
nun schon seit vielen Jahren zum Syltlauf. Diesmal hatten Sie auch noch das
Glück und gewann die Jubiläumskanne. Den Syltcup-Pokal erhielt Reiner Hesse,
der einziger Teilnehmer an allen 25. Syltläufen
erfolgreich teilgenommen hatte. Er hat damit den Beweis erbracht, dass ein
vernünftig betriebener Ausdauersport über ein Vierteljahrhundert einem Sportler
immer auch die Möglichkeit gibt, den Syltlauf innerhalb der vorgeschriebenen 4
Stunden zu absolvieren. Ihm und allen Gewinnern – und das waren eigentlich alle
- , so Franz Beilmann während der Siegerehrung, gilt
unsere Gratulation und Anerkennung. Gesamt- und
Cupsieger erhielten als Jubiläumsgabe diesmal zusätzlich ein
Mountainbike. Die Jubiläumsmedaille mit ausgestanzter Insel waren von der Keitumer Goldschmiede-meisterin
Birgit Damer entworfen worden. Die viel gestellte
bange Frage, ob es einen 26. Syltlauf 2007 geben wird, diese Frage könne man
erst nach Klärung der Helferfrage am 11. Mai im Vereinslokal „Eiche“ in Tinnum,
beantworten, war vom veran-staltenden Verein zu
hören.
26. 18.03.2007 1099
Mit Entscheidung vom 11. Mai 2006 wurde die Weichen
für einen 26. Syltlauf 2007 gestellt. Sylter Kurverwaltungen hatten sich bereit
erklärt, die Veranstaltung zu unterstützen. Der TSW stellte die Sylter Welle
für das Duschen nach der Veranstaltung zum halben Preis zur Verfügung. So
konnte der Verein die Veranstaltung zum 1. Juli ausschreiben. Erwartungsgemäß
waren dann auch wieder Anfang September alle verfügbaren Startplätze
ausgegeben. Nach einer großen Nudelparty im neu renovierten Kursaal Westerland,
der jetzt „Congress Centrum Sylt“ heißt, startete das
Teilnehmerfeld am Sonntagmorgen Punkt 10 Uhr in Hörnum. Extreme Windböen aus
westlichen Richtungen in Stärken bis über 10, gelegentlich gewürzt mit heftigen
Hagelschauern, aber auch mit kleinen Sonneneinlagen verlangten den Aktiven
diesmal so ziemlich alles ab. So gab Veranstaltungsleiter Franz Beilmann den Teilnehmerfeld vor dem Start den Tipp, möglichst in
gleichstarken Gruppen dem widrigem Wetter zu trotzen; ein Tipp der von vielen
dankbar angenommen wurde. In den 59 Staffeln waren wieder viele Sylter
gestartet. Sie hatten ihre Fans an der Strecke. So erlebte man insbesondere auf
der Kurpromenade Westerland ein kleines Volksfest. Mit 2:03,50 h siegte diesmal
Dirk Henningsen, ein ehemaliger Sylter. Schnellste
Frau war Manuela Sporleder aus Hamburg, die 2:18,6 h
lief. Der TVU Uelzen konnte wieder die Staffelmeisterschaft für sich entscheiden,
nachdem der siegreich eingelaufene TSW Weeze wegen 2maligen Einsatzes eines
Läufers disqualifiziert wurde. Zum drittenmal war
auch eine Staffel des Kreistages Nordfriesland, die für den Erhalt des Kreises
Nordfriesland angetreten war, mit von der Party. In der Staffel-Entscheidung
des Sylter Schulzentrums hatte die Realschule die Nase vorn. Leider war die
Hauptschule nicht angetreten. Meeresgöttin Ran war zur Siegerehrung persönlich
anwesend und verlöste mit DJ Quedi die zahlreichen
Preise unter allen Aktiven. Den Mannschafts-Pokal konnte
wieder die Lübbecker Berglöwen in Empfang nehmen. Dieser beim Syltlauf immer
recht zahlreich vertretene Verein kommt schon seit vielen Jahren immer wieder
aus Ostwestfalen angereist. Sie konnten auch wieder zahlreiche Altersklassen
Pokale mit nach Hause nehmen. Das neue Organisationskonzept hatte seine
Bewährungsprobe bestanden; wenn auch 20 Minuten vor dem Start in Hörnum ein
Fahnenmast vom Wind ungeknickt und auf
die Straße geschleudert wurde. Es kam „Gott sei es gedankt“ niemand zu Schaden
und so war man beim veranstaltenden TSV Tinnum 66 dann auch froh, zum Abschluss
dem Landesverband eine verletzungsfreie Veranstaltung melden zu können. Auf der
Syltmedaille war eine Sylter Badenixe in der Brandung abgebildet.
27.
09.03.2008 1098
Zur Planung der 27. Veranstaltung traf sich das
Organisationsteam am 8. Mai 2007 in der Aula der Grundschule Tinnum. Nach dem
Abriss der Kurverwaltung in Hörnum galt es, Räumlichkeiten für das Umkleiden im
Zielbereich zu finden. Diese erhielt dann der Verein durch Herr Buchmann vom „5
Städte Schullandheim“ in Hörnum zugesichert, so dass mit der Ausschreibung für
die 2008er Veranstaltung begonnen werden konnte. Die verfügbaren Start-nummern waren wieder in den ersten 3 Monaten vergriffen.
Alle Staffelplätze wurden am 15. Dezember verlost. Zum Start am Sonntagmorgen
herrschte ein feucht kalter Wind in Stärke bis 6 aus Süd. Bei verhangenen Wolken startete der neue Landrat Dieter Harrsen, gleichzeitig Startläufer der Kreistags-Staffel das
Feld um Punkt 10 Uhr. Im Ziel gab es diesmal keine Überraschungen. Nach einem
packenden Zweikampf mit dem später an 3. Stelle einlaufenden Kersten Jäckel vom
TVU Uelzen konnte der alte und neue Syltlaufsieger Dirk Henningsen
vom THW Kiel im Endspurt den Sieg mit einer deutlich verbesserten Zeit von
2:01:36 h für sich verbuchen. Er wurde zum Schluss noch hart bedrängt vom Gesamtzweiten Torsten Schneider, der mit 2:01:40 h einlief.
Vorjahressiegerin Manuela Sporleder benötigte diesmal
2:21:18 h für ihren Sieg. Die beste Staffel stellte wieder der TVU LT Uelzen,
der auch die Vereinswertung bei den Männern gewann. Bei den Frauen siegte die
Mannschaft der Lübbecker Berglöwen mit Gabi Reiners, der Gesamt-Zweitplacierten
bei den Frauen und Syltlaufsiegerin der Jahre 1998 und 1999. Zur Nudelparty
erhielten alle Anwesenden ein T-Shirt, gestiftet von der Firma Signum.
Westerlands Bürgermeisterin Petra Reiber sprach zur Siegerehrung ein Grußwort
und überreichte der Staffel der Realschule den Wanderpokal des Schul Zentrums
Sylt. Die große Überraschung kam dann für Organisator Franz Beilmann, als er
von der Bürgermeisterin die Westerländer Verdienstmedaille überreicht bekam.
Schirmherr Helmut Wree erhielt einen Schirm des
Hauptsponsors EVS. Auf der Medaille war das Wappen von Wenningstedt - Braderup
abgebildet.
28. 15.03.2009
1105
Mit leichten Wind 2 - 3 drehend aus westlichen Richtungen bei diesiger Sicht und angenehmen 6 bis 8 Grad zeigte sich der Syltlaufsonntag beim Start um 10 Uhr in Hörnum. Pünktlich um 10 Uhr startete Landrat Dieter Harrsen, selbst Startläufer in einer parteiübergreifenden Kreistagsstaffel das bunte Feld. Als Novum diesmal dabei 14 Läufer aus Frankreich. Holger Ray vom MTV Barmstedt, selbst seit Jahren mit seinem Verein beim Syltlauf dabei, hatte in seiner Partnerstadt Roissy-en-Brie über den Syltlauf berichtet und so die Interesse der dortigen Läufer geweckt. Neben vielen dänischen Läufern und Teilnehmern aus anderen europäischen Ländern erhält so der Syltlauf immer mehr auch internationalen Flair freute sich Organi-sationschef Franz Beilmann. Da Syltlaufsieger 2007 und 2008 Dirk Henningsen hatte abgesagt hatte, galt es einen neuen Gesamtsieger zu ermitteln. Der aus dem Saarland stammende Markus Riefer vom SSC Hanau – Rodenbach setzte sich gleich an die Spitze des Feldes. Markus hatte einen Einbruch im zweiten Dünenteil ab Kampen, wo er, den härteren Teil des Rennens allein bestreiten musste. Er siegte jedoch am Ende unangefochten mit 2:08:01 h. Wir hatten bei früheren Rennen Ende der 80er Jahre oft mehrere Läufer unter der berüchtigten 2 Stunden Marke, so der Veranstalter und leider melden sich heute oft viele Läufer ohne ein entsprechendes Training für diesen 4 Stunden Lauf an. Bei den Frauen siegte mit Silke Rösener ( Verein Moorläufer ) die Siegerin des Jahres 2006 mit einer Zeit von 2:22:14 h. Sie verwies die Siegerin der Jahre 2007 und 2008 Manuela Sporleder auf Platz 2. Mit den Hurrikanns siegte zum wiederholten Male der TVU Uelzen und die Mannschaftswertungen holten sich die Lübbecker Berglöwen, die mit ihrem langjährigen Laufchef Heinz-Günter Rullkötter am Veranstaltungstag zu seinem 65. Geburtstag auch seine 21. Syltlauf - Teilnahme feiern konnten. Und noch einen neuen Sieger gab es bei den Staffeln. Nach Erfolgen der Realschule in 2007 und 2008 konnte diesmal das Team des Gymnasiums Sylt die interne Schulmeisterschaft für sich entscheiden. Die Syltlauf- Medaille zierte diesmal eine Darstellung aus dem Westerländer Damenbad von 1911.